Dorfläden wieder auf die Beine helfen / AZ 21.04.20

Allgemeine Zeitung 21.04.20

Von der Corona-Krise haben bislang vor allem die Discounter profitiert. Doch die Bürger können mit einem Einkauf beim lokalen Händler die Wirtschaft der Region stärken.
KREIS BAD KREUZNACH - (els). „Wer weiter denkt, kauft näher ein!“ – so lautet das Motto der Regionalmarke SooNahe. Ein Motto, das jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie die Möglichkeit bietet, die eigene Region zu unterstützen. „Die Bevölkerung kann mit ihrem Einkaufs- und Konsumverhalten regionale Lebensmittelproduzenten, Bäcker, Metzger, kleinere Einzelhändler und Dienstleister aller Branchen, Handwerker und hoffentlich bald auch wieder die Restaurants der Region stärken, wenn sie diese nun bevorzugt nutzt“, heißt es in einer Pressemitteilung von SooNahe. „Ade Versandhandel, wir sehen uns bald wieder in den Läden der Region“, appellieren der Vorstandsvorsitzende Dr. Rainer Lauf und Klaus Wilhelm, Geschäftsführer der Marke, an die Bürger im Landkreis. „Natürlich mit den gebotenen Regeln.“
Von den Einschränkungen im sozialen und im wirtschaftlichen Bereich hätten bislang vor allem der große und anonyme Versandhandel sowie die diversen Discounter mit Billig- und Massenwaren profitiert, deren Herkunft zudem nicht immer nachvollziehbar sei. „Die Wiedereröffnung einer Reihe von Läden und Büros und der nun mögliche Wiederaufbau von Lieferketten bietet für die Verantwortlichen der Regionalmarke die Chance nachhaltiger und sozial verträglicher Entwicklung, die die Gesellschaft und Wirtschaft widerstandsfähiger gegen Krisen macht“, bemerkt Dr. Rainer Lauf.
Gerade die vergangenen Wochen hätten deutlich gemacht, wie wichtig der Handel vor Ort und der Wert regionaler Produkte für eine stabile Wirtschaft sei. „Einzelhändler und Dorfläden haben mit engagiertem Personal ihre Lebensmittel und Alltagswaren nicht nur angeboten, sondern zum Teil auch an nicht mobile oder durch Corona gefährdete Menschen ausgeliefert. Restaurants haben mit Abhol- und Lieferangeboten ebenfalls zur Absicherung bedürftiger Teile der Bevölkerung beigetragen. Neben den vielen Helfern im medizinischen und sozialen Bereich haben sie so ebenfalls zur Stabilität des Alltags beigetragen“, heißt es in der Pressemitteilung. SooNahe bemühe sich derzeit, die aus der Not heraus aufgebauten Dienstleistungen zusammen mit den Betrieben weiter zu führen.